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Kinder- und Jugendhilfe

Sicherheit schafft Raum für Pädagogik.

PRÄVENTIV ist ein spezialisierter Deeskalations- und Sicherheitsdienst für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Wir übernehmen die Sicherheitsrolle, damit Ihr Team die pädagogische behalten kann.

Heller Flur einer Einrichtung, an dessen Ende Tageslicht durch ein Fenster fällt.

Notfalldienst

02642 / 985 39 70

Rund um die Uhr erreichbar, an jedem Tag im Jahr. Bei akuter Gefahr zuerst 112.

  • Spezialisierung

    Ausschließlich Kinder- und Jugendhilfe

  • Grundsatz

    Deeskalation vor Zwang

  • Einsatzgebiet

    Deutschlandweit nach Absprache

  • Erreichbarkeit

    Rund um die Uhr, an jedem Tag

Ausgangslage

Wenn Sicherheit fehlt, gerät die Beziehungsarbeit unter Druck.

Kaum eine Einrichtung ruft an, weil ein einzelner Vorfall passiert ist. Angerufen wird, wenn sich etwas festgesetzt hat – und das Team merkt, dass es die Situation mit den eigenen Mitteln nicht mehr auflöst.

Das ist kein fachliches Versagen. Es ist der Punkt, an dem Sicherheit und Pädagogik nicht mehr von denselben Personen gleichzeitig getragen werden können.

  • Eskalationen werden zum Muster

    Was einmal passiert ist, bleibt im Raum. Die Gruppe stellt sich darauf ein, das Team auch – und beide reagieren beim nächsten Mal früher und härter.

  • Fachkräfte arbeiten in Deckung

    Wer damit rechnet, angegriffen zu werden, geht anders in eine Situation. Nähe wird zum Risiko, Distanz zur Gewohnheit. Genau das kostet die Beziehungsarbeit ihre Grundlage.

  • Dienste lassen sich nicht mehr sicher besetzen

    Ausfälle, Doppelschichten, Kündigungen. Personalmangel ist in belasteten Gruppen häufig eine Folge der Situation – nicht ihre Ursache.

  • Die übrige Gruppe trägt mit

    Mitbewohnerinnen und Mitbewohner erleben Situationen mit, die nicht ihre sind. Auch für sie verändert sich, was der Ort für sie bedeutet.

  • Der Auftrag rückt nach hinten

    Wer den Tag über Situationen abfängt, kommt nicht zum Arbeiten. Hilfeplanung, Elternarbeit und Schule werden zu dem, was übrig bleibt.

Haltung

Sicherheit ersetzt Pädagogik nicht.

Sie stellt die Bedingungen her, unter denen pädagogische Arbeit auch in angespannten Situationen möglich bleibt. Deshalb endet unsere Arbeit nicht damit, dass eine Situation vorbei ist – sondern damit, dass Ihr Team wieder handeln kann.

Unsere Einsatzkräfte treffen keine pädagogischen Entscheidungen. Die fachliche Verantwortung für den Hilfeverlauf bleibt vollständig bei Ihrer Einrichtung.

  1. Spannung

    Etwas verschiebt sich in der Gruppe.

  2. Früherkennung

    Wir benennen, was wir sehen – früh, konkret und ohne Bewertung.

  3. Deeskalation

    Präsenz, Abstand, Ansprache, Zeit. In dieser Reihenfolge.

  4. Sicherheit

    Niemand kommt zu Schaden – auch nicht der junge Mensch, um den es geht.

  5. Stabilisierung

    Der Alltag trägt wieder.

  6. Pädagogischer Handlungsraum

    Ihr Team kann arbeiten. Darum geht es.

Leistungen

Sicherheit dort, wo Situationen komplex werden.

Sechs Aufgaben, die wir Ihrem Team abnehmen – einzeln oder als abgestimmtes Paket, immer eingebettet in Ihr Konzept.

Einsatzbereiche

Dort, wo die Jugendhilfe an ihre Grenzen kommt.

Wir arbeiten stationär, ambulant und in Kontexten mit engem rechtlichem Rahmen. Der Umfang wird nicht von der Stange bestimmt, sondern von Ihrem Konzept.

Im Haus

Wohngruppen, intensivpädagogische Settings, Krisenaufnahme

  • Stationäre Wohngruppen

    Regel- und Spezialgruppen, in denen sich Gewaltverhalten oder wiederkehrende Eskalationen im Alltag festgesetzt haben.

  • Intensivpädagogische Angebote

    Settings mit hoher Betreuungsdichte, in denen einzelne Verläufe das gesamte Team binden.

  • Individual- und Einzelmaßnahmen

    Begleitung einzelner junger Menschen in eigens eingerichteten Settings, abgestimmt auf den Hilfeplan.

  • Kriseninterventionszentren

    Kurzfristige Stabilisierung in Aufnahme- und Krisensituationen mit unklarem Verlauf.

Unterwegs

Alltag außerhalb der Einrichtung, Fahrten, Schule

  • Ambulante Begleitung

    Begleitung im Alltag außerhalb der Einrichtung – bei Terminen, Behördengängen und geplanten Aktivitäten.

  • Transporte & Überführungen

    Sichere Begleitung Minderjähriger bei geplanten Fahrten, Wechseln und Rückführungen.

  • Ausflüge und Freizeiten

    Präsenz bei Unternehmungen, bei denen der gewohnte Rahmen der Einrichtung wegfällt.

  • Schulische Begleitung

    Unterstützung im schulischen Alltag, wenn Beschulung ohne zusätzliche Absicherung nicht möglich ist.

Besondere Kontexte

Klinik, Forensik, Maßnahmen mit rechtlichem Rahmen

  • Kinder- und Jugendpsychiatrie

    Präsenz im klinischen Umfeld, abgestimmt mit dem Behandlungsteam und dessen Vorgaben.

  • Forensische Einrichtungen

    Deeskalation in besonders sensiblen Kontexten mit engen rechtlichen und fachlichen Rahmenbedingungen.

  • Maßnahmen bei Kindeswohlgefährdung

    Unterstützung von Fachkräften bei Maßnahmen im Zusammenhang mit einer festgestellten Gefährdung.

Notfalldienst

Wenn eine Situation kippt, zählt nicht morgen.

Akute Unterstützung für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Eine Nummer, jederzeit erreichbar – auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen, wenn Ihr Haus am dünnsten besetzt ist.

Notfalldienst

02642 / 985 39 70Jetzt Notfalldienst anrufen

Bei akuter Gefahr für Leib und Leben gilt zuerst der Notruf 112 oder die Polizei unter 110. Unser Dienst ersetzt keine Gefahrenabwehr durch Behörden.

24/7

erreichbar, an jedem Tag im Jahr

  1. Anrufen

    Rund um die Uhr, ohne Vorabregistrierung und ohne Ticketsystem.

  2. Lage einschätzen

    Was ist passiert, wer ist beteiligt, was wurde bereits versucht.

  3. Unterstützung koordinieren

    Wir sagen Ihnen konkret, was wir übernehmen können – und ab wann.

  4. Situation stabilisieren

    Präsenz vor Ort, Übergabe an Ihr Team, Nachbesprechung.

Typische Anlässe

  • Wiederholte Eskalationen
  • Übergriffe auf Mitarbeitende
  • Dienst personell nicht sicher besetzbar
  • Kurzfristige Begleitung einer Fahrt
  • Akute Überlastung im Team
  • Aufnahme mit unklarem Verlauf

Ablauf

So beginnt eine Zusammenarbeit.

Kein Vertriebsprozess, sondern eine fachliche Klärung. Der erste Schritt kostet nichts und verpflichtet zu nichts.

  1. Zuhören

    Sie schildern die Situation. Wir fragen nach, ohne zu bewerten – vertraulich und unverbindlich.

  2. Einordnen

    Wir sagen Ihnen, ob unsere Unterstützung die richtige ist. Und wenn nicht, auch das.

  3. Abstimmen

    Rollen, Regeln, Grenzen und Dokumentation werden schriftlich festgehalten, bevor jemand vor Ort ist.

  4. Begleiten

    Unsere Kräfte arbeiten im vereinbarten Rahmen und bleiben in laufender Übergabe mit Ihrem Team.

  5. Auswerten

    Nach jedem Abschnitt: Was hat getragen, was nicht, was wird angepasst.

Qualität

Vertrauen entsteht durch Nachvollziehbarkeit.

Wir arbeiten in einem Feld, in dem Vertrauen nicht behauptet werden kann. Deshalb legen wir offen, wie wir arbeiten – und woran Sie uns messen können.

Zwei Erwachsene sitzen an einem Tisch am Fenster und sprechen ruhig miteinander.
  • Schriftliche Einsatzabsprache

    Vor dem ersten Einsatz halten wir fest, was gilt: Rollen, Befugnisse, Grenzen, Ansprechpersonen und Erreichbarkeiten.

  • Getrennte Rollen

    Unsere Kräfte übernehmen Sicherheit, Ihr Team die Pädagogik. Diese Trennung wird im Alltag sichtbar gehalten – auch für die jungen Menschen.

  • Definierte Grenzen

    Wo eine körperliche Maßnahme zulässig ist und wo nicht, wird vorher geklärt und nicht in der Situation entschieden.

  • Dokumentation

    Besondere Vorkommnisse werden nachvollziehbar dokumentiert und an die Leitung übergeben – in der Form, die Ihre Einrichtung dafür vorsieht.

  • Nachbesprechung

    Nach belastenden Situationen sprechen wir mit dem Team, das sie erlebt hat. Ohne Nachbereitung bleibt nur der Vorfall zurück.

  • Vertraulichkeit

    Informationen über junge Menschen werden nur im erforderlichen Umfang weitergegeben. Nicht mehr, nicht an Dritte, nicht über offene Kanäle.

Ein Rechteck aus Tageslicht fällt durch eine offene Tür auf den Boden eines Flurs.

Über uns

Sicherheit braucht Haltung.

Ein Sicherheitsdienst, der in der Jugendhilfe arbeitet, muss mehr können als Präsenz zeigen. Er muss verstehen, warum ein junger Mensch gerade so reagiert, wie er reagiert – und trotzdem in der Lage sein, eine Situation zu halten.

Genau in dieser Doppelrolle liegt unsere Arbeit. Wir kommen nicht, um Ordnung herzustellen, sondern um einen Rahmen zu halten, in dem Ihr Team weiterarbeiten kann. Deshalb ist jeder Einsatz an Ihr Konzept gebunden – und endet, sobald er nicht mehr gebraucht wird.

Fragen

Häufige Fragen

Was Leitungen und Teams vor einer Zusammenarbeit meistens wissen wollen.

Etwas nicht dabei? 02642 / 985 39 70

Für Träger und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe: stationäre Wohngruppen und Spezialgruppen, intensivpädagogische Angebote, Individualmaßnahmen, Kriseninterventionszentren sowie Kinder- und Jugendpsychiatrien und forensische Einrichtungen. Dazu kommt die Begleitung außerhalb des Hauses – im Schulkontext, bei Terminen, Ausflügen und Fahrten.

Kontakt

Lassen Sie uns die Situation gemeinsam einordnen.

Zwei Wege, je nachdem wie dringend es ist: Rufen Sie an, wenn es schnell gehen muss. Schreiben Sie uns, wenn Sie in Ruhe schildern wollen, worum es geht.

Telefon
02642 / 985 39 70

Rund um die Uhr erreichbar, an jedem Tag im Jahr.

Fax
02642 / 985 39 79
Einsatz
Deutschlandweit, nach Absprache
Worum geht es?
Dringlichkeit

Bitte übermitteln Sie keine personenbezogenen Angaben zu Kindern und Jugendlichen über dieses Formular – Namen, Geburtsdaten oder Diagnosen besprechen wir telefonisch.

Oder direkt anrufen: 02642 / 985 39 70