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Über uns

Sicherheit braucht Haltung.

Wir sind kein klassischer Sicherheitsdienst, der zusätzlich auch Jugendhilfe macht. Wir arbeiten ausschließlich in diesem Feld – weil es eine andere Art von Präsenz verlangt als ein Objektschutz oder ein Veranstaltungsdienst.

Zwei Erwachsene sitzen an einem Tisch am Fenster und sprechen ruhig miteinander.

Selbstverständnis

Zwischen Pädagogik und Sicherheit liegt keine Grenze, sondern eine Schnittstelle.

Ein Sicherheitsdienst, der in der Jugendhilfe arbeitet, steht in einer Doppelrolle. Er muss eine Situation halten können – und gleichzeitig verstehen, dass das Verhalten, das er gerade begrenzt, in aller Regel eine Geschichte hat. Wer nur das erste kann, richtet Schaden an. Wer nur das zweite kann, hilft einem Team im Ernstfall nicht.

Deshalb ist unsere Arbeit an drei Bedingungen geknüpft: Sie ist vorher abgestimmt, sie ist zeitlich begrenzt, und sie ist überprüfbar. Ein Einsatz, der sich verselbstständigt, hat seinen Zweck verfehlt – auch dann, wenn nichts passiert ist.

Wir kommen nicht, um Ordnung herzustellen. Wir kommen, um einen Rahmen zu halten, in dem Ihr Team weiterarbeiten kann. Und wir gehen wieder, sobald dieser Rahmen ohne uns trägt.

Ruhiger Flur mit geschlossenen Zimmertüren und einem Streifen Sonnenlicht auf dem Boden.

Grundsätze

Vier Grundsätze, die in jedem Einsatz gelten.

  • Prävention

    Wir setzen an, bevor Situationen eskalieren – aufmerksam, nah am Alltag der Einrichtung und ohne den Gruppenalltag zu dominieren.

  • Deeskalation

    Präsenz, Abstand und Ansprache stehen im Mittelpunkt. Zwang ist letztes Mittel im rechtlich zulässigen Rahmen, nie erster Reflex.

  • Schutz

    Fachkräfte, Mitbewohnerinnen und Mitbewohner und die betreuten jungen Menschen haben denselben Anspruch auf Sicherheit.

  • Einbindung

    Unsere Arbeit ergänzt Ihr pädagogisches Konzept. Sie überschreibt es nicht und läuft nicht daran vorbei.

Qualität

Vertrauen entsteht durch Nachvollziehbarkeit.

Wir arbeiten in einem Feld, in dem Vertrauen nicht behauptet werden kann. Deshalb legen wir offen, wie wir arbeiten – und woran Sie uns messen können.

Zwei Erwachsene sitzen an einem Tisch am Fenster und sprechen ruhig miteinander.
  • Schriftliche Einsatzabsprache

    Vor dem ersten Einsatz halten wir fest, was gilt: Rollen, Befugnisse, Grenzen, Ansprechpersonen und Erreichbarkeiten.

  • Getrennte Rollen

    Unsere Kräfte übernehmen Sicherheit, Ihr Team die Pädagogik. Diese Trennung wird im Alltag sichtbar gehalten – auch für die jungen Menschen.

  • Definierte Grenzen

    Wo eine körperliche Maßnahme zulässig ist und wo nicht, wird vorher geklärt und nicht in der Situation entschieden.

  • Dokumentation

    Besondere Vorkommnisse werden nachvollziehbar dokumentiert und an die Leitung übergeben – in der Form, die Ihre Einrichtung dafür vorsieht.

  • Nachbesprechung

    Nach belastenden Situationen sprechen wir mit dem Team, das sie erlebt hat. Ohne Nachbereitung bleibt nur der Vorfall zurück.

  • Vertraulichkeit

    Informationen über junge Menschen werden nur im erforderlichen Umfang weitergegeben. Nicht mehr, nicht an Dritte, nicht über offene Kanäle.

Lassen Sie uns die Situation gemeinsam einordnen.

Ein Erstgespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Wir hören zu, ordnen ein und sagen Ihnen ehrlich, ob unsere Unterstützung die richtige ist.