Thema
Sicherheit in der Jugendhilfe ist etwas anderes als Objektschutz.
Wer in einer Wohngruppe für Sicherheit sorgt, arbeitet in einem Zuhause. Das verändert alles: die Ansprache, die Mittel, die Grenzen und die Frage, was ein gelungener Einsatz überhaupt ist.

Unterschied
Vier Punkte, an denen sich beides trennt.
Die Techniken mögen sich ähneln. Der Zweck ist ein anderer – und damit auch die Frage, wann ein Einsatz richtig gelaufen ist.
Klassisch: Zutritt kontrollieren
In der Jugendhilfe: Beziehungen nicht beschädigen
In einer Wohngruppe ist der Mensch gegenüber kein Besucher, sondern jemand, der hier lebt. Jede Maßnahme wirkt in den Alltag hinein – auch morgen noch.
Klassisch: Regeln durchsetzen
In der Jugendhilfe: Regeln halten helfen
Die Regeln stammen aus Ihrem Konzept, nicht aus unserem Handbuch. Unsere Aufgabe ist, sie verlässlich und ohne Machtdemonstration aufrechtzuerhalten.
Klassisch: Vorfälle melden
In der Jugendhilfe: Dynamiken zurückspiegeln
Was uns auffällt, gehört ins Team – zeitnah und konkret, damit es pädagogisch bearbeitet werden kann statt nur protokolliert zu werden.
Klassisch: Präsenz zeigen
In der Jugendhilfe: Präsenz dosieren
Zu viel Sicherheitspräsenz verändert eine Gruppe genauso wie zu wenig. Der richtige Umfang ist Teil der Absprache, nicht des Zufalls.
Auswahl
Woran Sie einen geeigneten Dienst erkennen.
Sieben Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen sollten – auch uns. Wer sie nicht klar beantwortet, sollte nicht in Ihre Gruppe.
Arbeitet der Dienst regelmäßig in der Kinder- und Jugendhilfe – oder ist es ein Zusatzgeschäft?
Wird der Einsatz vor Beginn schriftlich abgestimmt, inklusive Rollen und Grenzen?
Ist geklärt, wer in welcher Situation entscheidet – die Einrichtung oder die Einsatzkraft?
Wird definiert, wann eine körperliche Maßnahme zulässig ist und wann nicht?
Gibt es eine Nachbesprechung mit dem Team, das die Situation erlebt hat?
Wird dokumentiert – und zwar in der Form, die Ihre Einrichtung ohnehin nutzt?
Ist der Einsatz von vornherein befristet und an ein Ziel gebunden?
Fragen
Was Träger oft zuerst fragen.
Lassen Sie uns die Situation gemeinsam einordnen.
Ein Erstgespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Wir hören zu, ordnen ein und sagen Ihnen ehrlich, ob unsere Unterstützung die richtige ist.
24/7 erreichbar
02642 / 985 39 70